Einführungsworkshop - Teil 1: Hypnosystemische Visualisierungstechniken kombiniert mit EMDR in Beratung, Coaching und Therapie – Das Lebensflussmodell in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Paaren und Familien

  Referent: Termin: Teilnahmegebühr:
Astrid Keweloh
Dipl.Psych.

16.09. - 17.09.2021
Do 16 - Fr 16 Uhr
Rottweil

€ 330,-
€ 290,- für MEG-Mitglieder

Die Grundlagen, Einsatzmöglichkeiten und Anwendung der Timeline- bzw. der Lebensfluss-Methode sind die Schwerpunkte dieses sehr praxisorientierten Einführungsworkshops.

Die Möglichkeit zur Selbsterfahrung, klare und detaillierte Anleitungen zum Ablauf der Methode in verschiedenen Kontexten sowie Trancetexte ermöglichen den schnellen Transfer in den Praxisalltag.
Die Lebensflussarbeit ist eine leicht erlernbare, lebendige und kreative hypnosystemische Trance-Methode, die in verschiedenen Formen vielfältig für fast alle Problembereiche und Altersstufen einsetzbar und mit anderen Therapierichtungen kombinierbar ist. Die Visualisierungen im Raum prägen sich sehr gut ein und stellen verankert eine hervorragende Ressource dar, die allzeit genutzt werden kann.
Schon Milton Erickson nutzte in seinen Hypnosen unter anderem die Metapher einer Lebenslandschaft, die in die Zukunft führt und dem Klienten die Möglichkeit gibt, das eigene Leben aus einer anderen hilfreichen Perspektive wahrzunehmen. Erickson führt die Wege des Lebens und der Lösungen bis in die ferne Zukunft hinein und Peter Nemetschek nutzte diese Intervention und visualisierte sie – entsprechend seiner Herkunft als bildender Künstler –  kreativ und phantasievoll mit Hilfe von Seilen und Symbolen als Lebenslinie oder Lebensfluss.
Hierbei werden die Lebenslinien, beginnend in der Vergangenheit, mit den Seilen am Boden in Richtung Zukunft gelegt. So ist der Klient in der Lebensflussarbeit ein Zeitreisender, gleichzeitig an diesem und an anderen Orten, in der jetzigen und in anderen Zeiten, wenn er in Trance die Positionen am Lebensfluss wechselt oder Erfahrungen an ihm vorbeiziehen.
Körperempfindungen, Gefühle und Bilder für Lösungen entstehen, die erneut sinnlich erfahrbar sind und für einen Perspektivwechsel in Richtung Lösung genutzt werden können, so dass fast immer eine optimistischere Wahrnehmung der Situation herbeigeführt wird. Diese neue Erfahrung wird entsprechend gespeichert und ist in Alltagssituationen als Ressource abrufbar.
Die konstruktiven Kräfte des Klienten kommen wieder ins Fließen und vorhandene Problemtrancen oder Blockaden werden durch Lösungstrancen ersetzt. Ressourcen können in die Zukunft transportiert und dort verankert werden, so dass neue Hoffnung, Sicherheit und Stabilität, ein gestärktes Selbstwertgefühl, neue Wege und Visionen entstehen, um kraftvoller in die eigene Zukunft gehen zu können.  

Die TeilnehmerInnen können  eigene Themen oder Fallbeispiele einbringen und mit Hilfe des Lebensflussmodells weiterentwickeln. Die hier vorgestellten Techniken sind auf andere Kontexte übertragbar.

Schwerpunkte des Workshops sind:

  • das Lebensflussmodell, mit dem man eine Lösungsvision für eine aktuelle Krise entwickelt, wird in verschiedenen Variationen eingeübt und an unterschiedliche Kontexte und Symptome in Coaching, Beratung oder Therapie angepasst
  • das Lebensflussmodell wird mit den Ressourcen der Vergangenheit ergänzt
  • die Verknüpfung zwischen Lebensflussmodell und Bindungspersonen sowie deren positiven Bindungsbotschaften wirkt sehr stabilisierend und erhöht Sicherheit sowie das Empfinden von Zugehörigkeit
  • die Lebensflussarbeit in der Paar- und Familientherapie bzw. in Gruppen
  • Kombination des Lebensfluss mit EMDR (EMDR-Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt)

 

Literatur:  Keweloh, A. (2018): Einführung in das Lebensflussmodell. Heidelberg (Carl-Auer)

Seminarzeiten:
Do 16 - 21 Uhr
Fr 9 - 16 Uhr

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Über Astrid Keweloh:

Astrid Keweloh ist als Diplom-Psychologin in eigener Praxis im Raum Augsburg niedergelassen und arbeitet als Psychotherapeutin (nach HeilprG) und Coach mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Paaren und Familiensystemen sowie als Referentin.
Weiterbildungen: systemische Therapeutin/ Familientherapeutin (DGSF), Klinische Hypnose (M.E.G., European Certificate of Hypnosis (ESH)), Hypnosystemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (M.E.G.), Ego-State-Therapie (EST-A), EMI und EMDR, Energetische Therapie (ED x TM nach Fred Gallo), Kursleiterin für Yoga: Körperübungen, Atemtechniken und Meditation (Art of Living).
Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Depressionen, Schlafstörungen. Burnout, Angststörungen, Traumafolgestörungen, Essstörungen, chronische Schmerzen und Methoden zur Stabilisierung, Leistungsoptimierung und Motivationssteigerung.
Als Dozentin ist sie unter anderem in der Weiterbildung tätig:
Sie hält Workshops, Vorträge und Seminare zu den Themen Lebensflussmodell und Timeline-Arbeit, Hypnotherapie, Energetische Therapie und Yoga in Psychotherapie, Coaching und Beratung. Zudem hält sie Vorträge und Workshops in Institutionen, Unternehmen und Firmen zur Stress- und Burnout-Prophylaxe, Entspannung und Selbstfürsorge sowie zur Leistungs- und Motivationsoptimierung.

Publikationen:

Keweloh, A. (2020): Wie bringe ich die Kuh tanzend vom Eis? Inneres Gleichgewicht finden mit Selbsthypnose, Klopfen und Yoga-Atemtechniken. Heidelberg  (Carl-Auer)
Keweloh, A. (2018): Einführung in das Lebensflussmodell. Heidelberg (Carl-Auer)
Keweloh, A. (2017): Bindungen im Lebensfluss entdecken. In: G. Götting, C. Bromann, M. Möller, M. Piorunek, M. Schattanik, A. Werner (Hrsg): Zeit geben – Bindung stärken. Weinheim Basel (Beltz Juventa), S. 54 – 69.
Wohlschläger, A. Wohlschläger (Keweloh), A.  (1998): Mental and manual rotation. In: Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance. 24.4.1998: (2), S. 397-412

Video- oder Tonaufnahmen von Kongress-Workshops zum Lebensfluss- bzw. Timeline-Modell und zu den Lösungswelten:
Auditorium Verlag: 2016, 2017, 2018
Trenkle-Organisation Therapie.TV: 2019, 2020

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