Ego-State-Therapie und die Behandlung präverbaler Phänomene und Bindungstraumata

Referenten: Termin: Teilnahmegebühr:
Silvia Zanotta
Dr. phil.

01.10.-02.10.2021 in 
Fr 14 - Sa 16 Uhr
Rottweil

 

€ 330
€ 290,- für MEG-Mitglieder

Silvia Zanotta ist die führende Schweizer Ego-State-Therapeutin, die mehrere moderne Psychotherapieansätze in einer hochwirksamen Kombination miteinander verbindet. Silvia Zanotta hat häufig auf unseren Tagungen und mehrfach in der Seminarwoche im Kloster Wigry unterrichtet und jeweils durch ihre innovativen durchdachten Workshops die Teilnehmer begeistert.

Ego-States sind nicht nur ein theoretisches Konstrukt, sondern reale Nervenverbindungen im Gehirn, die im Laufe des Lebens entstehen, die meisten in Kindheit und Jugend. Im Alter von 2 Jahren wird im menschlichen Gehirn aufgrund der Beziehungserfahrungen ein Bindungsmuster geprägt, das die weitere psychische und physische Entwicklung des Individuums entscheidend beeinflusst. Prä-, peri-, postnatale Traumata und Bindungsabbrüche beeinflussen diese Prägung negativ.
Mit dem Ego-State Modell haben wir die Möglichkeit, direkt auf diese Bindungsmuster einzuwirken und die entsprechenden Nervenbahnen im Gehirn neu zu vernetzen. Kombiniert mit somatischen Zugängen können auch vor dem Spracherwerb entstandene Ego-States erreicht und das Nervensystem reguliert werden, was zur Linderung von Symptomen und zur Stärkung der ganzen Persönlichkeit führt.
In diesem zweitägigen Workshop wird ein besonderes Augenmerk auf prä-, perinatale und frühkindliche Schockzustände oder Bindungstraumata gerichtet und gezeigt, wie diese frühen traumatischen Erfahrungen und die damit verbundenen Ego-States erkannt und integriert und wie Psyche und Körper gestärkt werden können. Neben theoretischen Inputs lernen die Teilnehmer Methoden aus Ego-State-Therapie, Achtsamkeitsmeditation, Somatic Experiencing® und anderen somatischen Zugängen kennen, mittels welchen KlientInnen – anfänglich durch Ko-Regulation mit der Therapeutin oder dem Therapeuten, dann immer selbständiger -, ihr Nervensystem beruhigen können.
Inhalt:
• Ego-State Therapie und frühkindliches Trauma, Dissoziation
• Ego-State Therapie zur Stärkung der ganzen Persönlichkeit
• Stabilisierungstechniken, Ko-Regulierung und Selbstregulierung
• Zugang zu präverbalen, somatischen Ego-States
• Strategien auf Körperebene
• Eigene Ego-States kennen lernen
• Therapeuten-Stärkung und –Selbstfürsorge

Methoden:
Neben dem Vermitteln des theoretischen Hintergrunds werden verschiedene, Fallbeispiele vorgestellt. Live-Demonstrationen und das Üben in Kleingruppen ermöglichen praxisnahes Lernen.

Ziele:
Die Teilnehmerinnen sollen nicht nur die Grundsätze der Ego-State-Therapie und der neurobiologischen Prozesse im Zusammenhang mit Sicherheit, Bindung und Gefahr kennen, sondern auch fähig sein, neben Ressourcen-Stärkung auch mit den somatischen Ego-States ihrer KlientInnen in Kontakt zu treten und mindestens eine Stabilisierungstechnik sowie mindestens eine somatische Strategie zur Regulierung des Nervensystems anwenden können.

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Seminarzeiten:
Do 14 - 21 Uhr
Fr  9 - 16 Uhr

Über Silvia Zanotta:
Dr. phil., Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und für Kinder- und Jugendpsychologie FSP hat 2011 zusammen mit lic.phil. Paula Arvio Ego-State-Therapie Schweiz (EST-CH) gegründet und das Curriculum aufgebaut. Sie ist seit Januar 2012 durch Ego-State-Therapy International (ESTI) anerkannte Supervisorin, seit Januar 2013 auch Ausbilderin in Ego-State-Therapie und vertritt Ego-State-Therapie Schweiz durch Präsentationen und Workshops an internationalen Kongressen. Silvia Zanotta lebt und arbeitet in Zürich in selbständiger Praxis. Spezialgebiete sind die Behandlung von Traumata, Angst, Phobie, Zwang, somatischen Beschwerden und die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.

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