Milton Erickson Institut Rottweil - Tagung Mentales Stärken   

Philipp Schneider

 

Prof. Dipl.Soz.Arb. Philipp Schneider

War als Familientherapeut während 15 Jahre mit Ärzten (Psychosomatische Ausrichtung) und in Spitälern tätig. 1984 Gründung der Unternehmensberatung „ID Fabrik für menschliche Phänomene AG“ mit den Schwer-punkten Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Coaching und Konfliktmanagement
(www.ID-fabrik.ch). Bis 1998 Geschäftsführung, dann Übergabe der sehr erfolgreichen Beratergruppe an die Mitarbeitenden, um nochmals eine neue Herausforderung zu suchen. 1995 Entwicklung des „Forum-Theaters für Manager“ mit dem Regisseur Henrique König. Aufbau und Umsetzung eines vom Bundesamt für Sozialver-sicherung anerkanntem Qualitäts-Management-Systems ID***. Seit 1995 freier Mitarbeiter der Universität St. Gallen (Institut für Versicherungswirtschaft, Leitung Prof. W. Ackermann) sowie Dozent an der Fach-hochschule Solothurn Nordwestschweiz. Mitarbeiter der Fachhochschule Bern. Mitentwicklung des systemi-schen Modells Konflikt-Transformation. Grundausbildung als Sozialpädagoge und Familientherapeut in Zürich und Heidelberg, Zusatzausbildungen in Systemische Supervision und Coaching.

 

Vortrag:

1) Wie erfolgreich darf ein Coach / MentalTrainer nicht sein?
Wirkungen und Nebenwirkungen von Coaching und mentalem Training - Oder wie findet der Coach den richtigen Sportler / Kunden?
Bernhard Jacob, Dipl.Psych., Co-Referent Philipp Schneider, Prof. Dipl.Soz.-Päd.

Sportliche und berufliche Erfolge und erst Recht Höchstleistungen basieren auf Können, Technik, Wille aber auch auf einer teilweise überhöhten Selbstüberzeugung und Eigenmotivation. Der Umgang mit Misserfolg ist daher für solche Persönlichkeiten nicht einfach und die Schwierigkeiten zurück auf die Erfolgsspur zu kommen sind oft weder vom Betroffenen noch vom Trainer erklärbar.
Die Unterstützung und die Hilfe durch einen Coach oder Mentaltrainer ist im Grunde ein paradoxes Vorhaben. Einerseits wird dadurch eine Rückkehr zum Erfolg erwartet, gleichzeitig wird damit die Befürchtung geweckt, es nicht mehr aus eigener Kraft zu schaffen und offen bleibt immer die Frage, ob es vielleicht nicht doch ganz ohne fremde Hilfe gegangen wäre Fremde Hilfe kann also auch Selbstzweifel auslösen.
Wird dank oder trotz der fremden Hilfe der angestrebte Erfolg erreicht, stellt sich die Frage, ob der Coach, der Mentaltrainer das Recht hat, seine Intervention, seine Beratung als Teil des Erfolgs öffentlich anzupreisen. Was bedeutet ein solches Verhalten für den Sportler und sein Umfeld? Und kann ein Erfolg überhaupt auf die Arbeit des Coaches zurückgeführt werden?
Entsprechende Beispiele von gescheiterten Coachings aus verschiedenen Bereichen werden aufgezeigt, aber auch Möglichkeiten, wie ein Coaching, trotz der schwierigen Ausgangslage gelingen kann. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist auch die Auswahl der „richtigen" Kunden oder die Beantwortung der Frage: Welche Aufträge sollte ich annehmen und welche besser nicht?

 

 
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