Gunther Schmidt

Dr.med. Dipl.rer.pol. Gunther Schmidt
Dr.med.Dipl.Volkswirt, Facharzt für psychotherapeutische Medizin. Dr.Schmidt gilt als Pionier der systemisch- lösungsorientierten Beratungsansätze und als Begründer der hypnosystemischen Konzeption in Therapie, Beratung, Coaching und Organisationsentwicklung.
Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg, Mitbegründer und zertifiziertes Mitglied (Senior Coach und Ausbilder) des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC);
Mitbegründer und Lehrtherapeut der Intern. Gesellschaft für Systemische Beratung und Therapie(IGST), Mitbegründer und Lehrtherapeut des Helm-Stierlin-Instituts für systemische Beratung, Forschung und Therapie ( HSI ), Ausbilder und (von 1984- 2003) 2. Vorsitzender der Milton-Erickson-Gesellschaft für klinische Hypnose.
Selbst in Führungsverantwortung als Leiter der Abt. systemisch-hypnotherapeutische Psychosomatik der Fachklinik am Hardberg, Siedelsbrunn und als Begründer und Leiter der SysTelios -Klinik für Gesundheits-Kompetenz, Siedelsbrunn (speziell für Menschen in Verantwortungspositionen).
Am Milton-Erickson-Institut Heidelberg und als In-house-Curricula bietet er seit mehr als 20 Jahren Curricula für hypnosystemisches Coaching, PE und OE an.
Arbeits-u. Forschungsschwerpunkte im klinischen Bereich: Therapie v. Psychose-, Angst-, Zwangs- u. Depressions- u.v. psychosomatischen Problemen, Ess-Störungen (Bulimie, Anorexie), Suchtproblemen, Phobien, Paar- u. Sexualproblemen.
Autor zahlreicher Fachpublikationen (Bücher, Fachartikel, Audio- und Video- Publikationen).
Gunther Schmidt und Bernhard Trenkle lernten sich 1975 in Vorlesungen von Prof. Helm Stierlin kennen.
Mit Erstaunen wurde festgestellt, dass es nicht nur psychologisch gemeinsame Interessen gab, sondern auch schon in den vorausgehenden Wirtschaftsstudien parallele Schwerpunkte festzustellen waren. Im Januar 1979 besuchten wir gemeinsam ein erstes Hypnotherapie-Seminar, dem im selben Jahr noch zwei weitere sich anschlossen. Im Sommer 1979 fuhr Gunther Schmidt zu einem Seminar von Milton Erickson in die USA. Zur selben Zeit war übrigens auch Bernd Schmid in Phoenix. Im Januar 1980 organisierten Gunther Schmidt und ich das erste Ericksonsche Hypnose-Seminar mit amerikanischen Erickson-Schülern in Heidelberg. Viele weitere folgten (bis zu 40 Workshop-Tage pro Jahr). Über viele Jahre hatte unsere "Firma" gar keinen Namen, aber sie war von unserer Begeisterung getragen. Später wurden wir zu einem Milton Erickson Institut. Nach meinem Umzug nach Rottweil 1986 hieß das Institut dann viele Jahre Milton Erickson Institut Heidelberg-Rottweil. In den 90er Jahren haben wir den Betrieb organisatorisch getrennt, jedoch trotz unterschiedlicher Schwerpunkt weiter eng zusammengearbeitet. Gunther Schmidt hat seit vielen Jahren einen Schwerpunkt Hypnosystemisches Coachen und Organisationsentwickloung ausgebaut. Ohne seine (und Bernd Schmids) Kontakte in den Bereich des Coachings und die Welt der Organisationsentwickler hätte ich dieses Tagungsprojekt wohl nicht angegangen.
Jedenfalls freue ich mich sehr mit diesem Projekt "MentaleStärken" unserer jetzt über 30-jährigen Freundschaft und Zusammenarbeit ein weiteres Kapitel hinzufügen zu können.
Homepage:
www.meihei.de
Workshops:
1) „Probleme“ als Kraft- und Kompetenz- Generatoren - wie man „Schwächen“ hypnosystemisch zu kontextflexiblen Stärken transformieren und für Gesundheit und Erfolg nutzen kann.
Erlebt jemand ein eigenes Verhalten oder sonstiges Reagieren als Problem, wird dies von ihm
und (meist auch von Anderen) als Zeichen von Schwäche, Defizit, Unfähigkeit etc. bewertet
und dementsprechend damit umgegangen (Lösungsversuche)- oft ohne den gewünschten Erfolg
oder sogar mit dem Ergebnis einer „Problemverstärkung“. Das bewusste „Ich“ des Menschen
kämpft gegen das unerwünschte „Es“ und wird dabei zum Opfer, das womöglich fast
resigniert.
Die sog. „Probleme“ sind fast immer Ausdruck unwillkürlicher Prozesse, Unwillkürliches wirkt
aber immer schneller, stärker und effektiver als willkürlich. Die moderne Hirnforschung bietet
hilfreiche Erklärungen darüber, wie das hirnphysiologisch erklärbar ist. Das Erleben wird dabei
so organisiert, dass es einer ungewünschten Trance entspricht. Deren Wirksamkeit ist meist
deshalb so stark, weil die „Probleme“ Ausdruck wichtiger, aber ins Unbewusste dissoziierter
Bedürfnisse darstellen.
Im Workshop wird in Theorie und Praxis vermittelt z.B.,
• wie solche Problem- Trance- Prozesse als Kompetenz und als Botschafter für wichtige Bedürfnisse
utilisiert werden können;
• wie effektive Exduktionen aus der Problem- Trance gestaltet werden können;
• wie mit hypnosystemischen Methoden die „Probleme“ effektiv re-kontextualisiert und als Beziehungen
gestaltende Kompetenzen verstanden und genutzt werden können;
• wie Symptome und Problem- Trancen als Wissen der intuitiven psychosomatischen Weisheit des Organismus und seiner „Vertragsbedingungen“ für Gesundheit und Erfolg genutzt werden
können; und Anderes mehr…
2) Erfolgreich „surfen“ in der „Zu-viel- isation“- Balance- Kompetenzen hyponosystemisch aktivieren und komplexe Erwartungsfelder managen
Gerade Menschen mit hoher Verantwortungsbereitschaft, Kompetenz und Leistungsorientierung,
die in for-dernden Funktionen tätig sind, finden sich oft in Zwickmühlen. Immer wieder
müssen sie sich zwischen unter-schiedlichen Erwartungsfeldern, wie Arbeit, Familie, Freundschaften,
körperliche Gesundheit etc., entschei-den. Wollte man allem gerecht werden, wären
36 Stunden am Tag noch zu wenig. Aus Pflichtbewusstsein und Engagement kommt es dann
oft zu Lösungsversuchen, die überlasten, Energie rauben, zu burn-out- Reaktionen und gravierenden
Symptomen führen können.
Im Workshop wird vermittelt, wie man auch in Hochleistungsfunktionen sein eigenes unbestechliches
intuitives Wissen (emotionale Intelligenz) nutzen kann, um sehr effektiv komplexe
Führungsaufgaben zu managen, dabei wirksam zu kommunizieren und die eigene erfüllende
Gesundheit zu fördern. In Theorie und Praxis werden diverse hypnosystemische Strategien
gezeigt, die zu optimalen Lösungen von Zwickmühlen, komplexen Aufgaben-Bündeln und
schwierigen Widersprüchen beitragen. So kann jemand selbst unter Bedin-gungen, die bisher
als extremer Druck erlebt wurden, ein Erleben von kompetentem Flow mit hoher Leistungseffektivität
nachhaltig entwickeln.
Vortrag:
1) „Back to the future“ für Individuen und Organisationen: wie man seine Zukünfte und Vergangenheiten zu HelferInnen und SupervisorInnen seiner Gegenwarten machen kann.
Menschen haben fast immer ein enormes Repertoire an Fähigkeiten, als Individuum und als
TeilnehmerInnen an zielbezogenen Wechselwirkungsprozessen in Organisationen. Viele dieser
Kompetenzen sind aber oft schwer zugänglich. Unter komplexen Situationsbedingungen
wird dann oft die Aufmerksamkeit zersplittert, man verliert Wirkkraft und Blockaden entstehen.
Durch systematisch komponierten Aufbau von Visionen und Imaginationen, die sinnlich
das optimale Wunscherleben konkretisieren und dabei die relevanten systemischen Kontextbedingungen
berücksichtigen, können alle hilfreichen Kompetenzen wieder reaktiviert und genutzt
werden. Damit sie dann aber nachhaltig transferiert werden können in Kontexten mit viel
fordernder Komplexität und dort auch aufrechterhalten und dauerhaft kraftvoll gelebt werden
können, braucht es spezifische Rituale, die als Hilfen für Refokussierung, Erinnerung und Unterbrechung
dysfunktionaler Muster wirken.
Vermittelt wird, wie solche Rituale für Individuen und für Organisationen (verbunden mit Erlebnis-aktivieren-den Imaginationen) so gestaltet werden können, dass man mit seinen Zukünften so
kommunizieren kann, dass diese zu hilfreichen „Supervisoren“ für optimale Gegenwart werden.
Publikationen: