Milton Erickson Institut Rottweil - Tagung Mentales Stärken   

Klaus-Diethart Hüllemann

 

Prof. Dr.med. Klaus-Diethart Hüllemann

  • Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Sozialmedizin, Sportmedizin., Rehabilitationswesen, Arbeitsschwerpunkte: Kardiologie und Onkologie
  • Geschäftsführender Gesellschafter Prof. Dr. K.-D. Hüllemann GmbH für Systemische Forschung - Confidentiality Research Prien am Chiemsee
  • Gründungspräsident des Netzwerkes gesundheitsfördernder Krankenhäuser (www.dngfk.de)
  • Sportmediziner und 1972 im Team der Olympiade in München
  • u.a. Herzfrequenz- und Ekg-Telemetrie in life-Situationen, bei Boxkampf des Jahrhunderts Clay/Frazier, Formel-Rennen mit Testperson Niki Lauda, Querschnitts-Olympiade (Paralympics), mehrere Aufzeichnungen bei Fernsehzuschauern während Sportereignisse. Schließlich Gründung und Betreuung der 1. deutschen ambulanten Herzsportgruppe im Deutschen Sportbund (u.a. die von anderen dann als Naß-und-Nackig-Psychotherapie bezeichnete gemeinsame Duschveranstaltung nach dem Training)
  • Über 10 Jahre DSB lizenziertes Leistungszentrum für A-Kader geleitet (Olympiateilnehmer und Weltmeister), 3x bei Olympischen Spielen im Wissenschaftlichen Beirat, 1x im Team der Dopingkontrolle.

Homepage: www.huellemann.net

 

Workshop:

1) Mein Spaßsportclub (Ludens Club e.V. Heidelberg 1968) oder: ich spritz dich naß und zieh dir beim Wasserball die Hosen 'runter. – Der 1. deutsche ambulante Herzsportclub

Manfred, in jungen Jahren Wettkampfschwimmer und Boxer, erlitt mit 30 Jahren den 2. Herzinfarkt. Mit 22 Vertreter, 150000 Autokilometer,60 Zigaretten, keinerlei Sport.
Wenn hoher Bewegungsdrang (Primärmotorik) nicht (mehr) motorisch umgesetzt wird – Beruf, Ehe – drängt die innere Dynamik zu Risikoverhalten, extreme Berufsleistung, Zigarettenexzess.
Manfred nach 2 Jahren beim Herzsport: „ Seit ich wieder auf dem Sportplatz ´rumrenne, brauche ich den heißen Stuhl“ (getunter BMW) „nicht mehr.“
Ludens Club heißt Spielclub. Spaß! Mit dem Fall der Hose vorm gemeinsamen Duschen fallen gesellschaftliche Schranken (zum Arzt) – „Psychotherapie unter der Dusche.“

„Wir sind nicht Infarktler und keine Behinderten, wir sind Sportler.“ Ja, Sicherheit diskret beachten, Lebensraum professionell erweitern, Erleben hoffnungsvoll und freudig gestalten. Nicht Medikalisieren!

Lernziele:

  • Nichtmedikalisierte umfassende Gestaltung einer ambulanten Herzgruppe-Praxis.
  • Psychologischer (psychotherapeutischer) Zugang zu der psychologisch schwer zugänglichen Gruppe Herzinfarktgeschädigte. Psychologische Indikation für die ambulante Herzgruppe.

Vortrag:

1) Spiegelung spannender Sportereignisse bei Fernsehzuschauern -Live-Aufzeichnungen von Puls und Blutdruck, EKG-Telemetrie bei Formel II Piloten u.a..

Ergebnisse der Hirnforschung lehren, dass Zuschauer (-hörer) die Handlungen und Erfahrungen anderer spiegeln. Wir gehen innerlich mit. Die Tarantel auf dem Kopfkissen im 007-Filmkrimi spüren wir, als liefe sie über unseren Arm.

Unsere Arbeitsgruppe untersuchte die Kreislaufreaktionen bei gesunden und Herzinfarkt geschädigten Zuschauern von Sportereignissen: Der Boxkampf des Jahrhunderts (1971) Clay (Muhammad Ali) gegen Frazier; Fußballkrimi (Fußballweltmeisterschaften 1970 in Mexico City) Deutschland /Italien u. a.

Der Einfluss Stress dämpfender Medikamente wurde gemessen.

Messtechnisch vergleichbare Aufzeichnungen erhoben wir während der Sportausübung an Formel-II-Piloten auf dem Hockenheimring (Niki Lauda); bei Gleitschirmfliegern (Flugdrachen) u.a..

Lernziele:

  • Somatische und psychische Anspannung (Sporttreiben/Sportzuschauen) kann zu vergleichbar ausgeprägten Kreislausreaktionen führen mit z.T. gefährlicher Belastung bei Kreislaufgefährdeten (Herzinfarkt).
  • Die Kreislaufreaktion ist neben der Qualität und Intensität des äußeren Reizes von der eingeprägten persönlichen Lebensgeschichte abhängig.

 
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